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Auslandsüberweisungen sind günstiger geworden - ABER NUR - unter
bestimmten Voraussetzungen.
Und NUR wenn man ALLE Anforderungen erfüllt, sind die
EU-Standardüberweisungen kostengünstig. Andernfalls werden sie wie
Überweisungen ins außereuropäische Ausland behandelt. Kostengünstig
bedeutet, daß die Gebühren die gleichen sind, wie für eine
Inlandsüberweisung.
Welche Anforderungen dies sind und wie sie erfüllt werden, darum geht es
in diesem Know-How.
Die Voraussetzungen für kostengünstige grenzüberschreitende
Euro-Überweisungen im Überblick:
die EU-Standardüberweisung wird im Online Banking oder als Formular
verwendet
der Überweisungsbetrag wird in Euro ausgestellt
Betrag bis zu 12.500 Euro (ab dem 1. Januar 2006 bis zu 50 000 Euro)
die Überweisung erfolgt in ein Land der Europäischen Union
der Überweisungsauftrag muss an die internationale (europäische)
Kontonummer - International Bank Account Number = IBAN - adressiert
sein und
den international standardisierten Bankcode - Bank Identifier Code =
BIC - des Empfängers enthalten
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Formular und Betrag
Kostengünstig
sind die Auslandsüberweisungen, wenn Sie die neuen standardisierten
EU-Überweisungsformulare bzw. die EU-Standardüberweisung im Online
Banking verwenden. Falls Sie die normalen Überweisungsformulare für
Inlandsüberweisungen verwenden, werden Ihnen die bisherigen (sehr teuren)
Gebühren berechnet.
Zudem ist wichtig, den Betrag in Euro anzugeben, denn nur dafür gelten
die neuen Gebühren. Außerdem darf der Betrag 12 500 Euro nicht
überschreiten.
Die Überweisungsformulare können je nach Bank vom dargestellten
Standardformular abweichen. Beachten Sie die Rückseite der
Auslandsformulare - dort finden Sie ggf. weitere Informationen.
Wie erhalte ich die IBAN und den BIC?
Die IBAN und den BIC erhalten Sie vom Zahlungsempfänger. Ist der
Empfänger Unternehmer, ist er laut EU-Verordnung dazu verpflichtet Ihnen
diese Informationen mitzuteilen.
Jeder Kunde einer Bank kann IBAN und BIC seines Kontos von seiner Bank
einfordern. Auch werden diese auf den eigenen Kontoauszügen (oder in
einer Anlage) angegeben.
Wenn Sie Überweisungen aus dem Ausland erwarten, geben Sie Ihren Kunden
bzw. Geschäftspartnern so rasch wie möglich den BIC und Ihre IBAN
bekannt. Am besten Sie geben den BIC und Ihre IBAN auf den von Ihnen
ausgestellten Rechnungen an (zusätzlich zu Bankleitzahl und Kontonummer).
IBAN - International Bank Account Number
Die IBAN ist eine von den europäischen Bankenverbänden vereinbarte
standardisierte Bankkonto-Nummerierung für grenzüberschreitende
Zahlungen. Sie wird zusammengestellt aus dem Ländercode, einer
2-stelligen Prüfziffer, der Bankleitzahl und der Kontonummer.
Die IBAN ist in einer Hinsicht vergleichbar mit den herkömmlichen
Kontonummern - sie ist vom jeweiligen Kontoinhaber bekannt zu geben (man
geht auch nicht auf die Bank und fragt nach der Kontonummer von Bäcker
Meier).
Beispiel für die Zusammenstellung: IBAN: DE89370400440532013000
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DE
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89
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37040044
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0532013000
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ISO Ländercode |
Prüfziffer |
Bankleitzahl |
beispiel: Kontonummer
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Für die IBAN gibt es zwei verschiedene Schreibweisen:
Paper format: Die Schreibeweise auf Papier. So wird z.B. die IBAN auf
Ihren Kontoauszügen dargestellt
Electronic format: Die Schreibweise im Überweisungsformular (ohne
Leerzeichen)
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Paper format
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DE89 3704 0044 0532 0130 00
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Electronic format
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DE89370400440532013000
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Die IBAN wird nach einem bestimmten Schema erstellt, wodurch prinzipiell
möglich wird, die IBAN selbst zusammen zu stellen bzw. automatisch zu
generieren. Doch ich rate Ihnen davon ab! Die Gefahr, daß Sie eine
falsche IBAN produzieren ist hoch. Überweisungen mit falscher IBAN
führen zu aufwendigen Rückleitungen, deren Kosten Ihnen die Bank
berechnen muß (das ist dann so, als ob eine falsche Kontonummer
angegeben wird!).
BIC - Bank Identifier Code
Die BIC - oder auch SWIFT-Code genannt - ist eine internationale
Bankleitzahl, mit der ein Kreditinstitut weltweit eindeutig
identifiziert werden kann.
Die BIC setzt sich zusammen aus dem Namen der Bank, dem Ländercode, dem
Ort und ggf. dem Branchcode (Abkürzung für die Zweigstelle).
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SOGE |
FR |
PP |
TCP |
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SOCIETE GENERALE |
Frankreich |
Paris |
TROCADERO
COMPTES PARTICULIERS |
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Name der Bank |
Land |
Ort |
Branchcode (optional) |
Beispiel für die Zusammenstellung: BIC: SOGEFRPPTCP
SOGE FR PP TCP
SOCIETE GENERALE Frankreich Paris TROCADERO COMPTES PARTICULIERS
Name der Bank Land Ort Branchcode (optional)
Größere Banken haben Zweigstellen mit verschiedenen Bankleitzahlen, das
ist in Deutschland auch üblich. (Hier zu Lande können auch keine
Überweisungen einfach z.B. an die Postbank Deutschland getätigt werden.)
Genau verhält es sich mit dem BIC. Lassen Sie sich deshalb auch diesen
vom Zahlungsempfänger geben.
Der Branchcode ist optional und dies bedeutet, daß nicht alle Länder
einen Branchcode verwenden. In Deutschland ist der Branchcode in der
Bankleitzahl inbegriffen und diese wiederum ist in der IBAN enthalten.
SWIFT - BIC Online hat eine BIC-Datenbank.
Dort kann ein BIC auf seine Gültigkeit überprüft werden:
swift.com.
Geben Sie unter 'BIC code' den Ihnen bekannten BIC ein und wählen Sie
das entsprechende Land (falls bekannt).
Ist der BIC
gültig
erhalten Sie
blau
hinterlegte Suchergebnisse (this BIC is connected to the SWIFT network).
Geben Sie einen
ungültigen
BIC ein, dann erhalten Sie Suchergebnisse, die
rot
hinterlegt sind (this BIC is not connected to the SWIFT network and
cannot be used in the header of a SWIFT message). Weitere Beschreibungen
zur Interpretation der Suchergebnisse erhalten Sie unterhalb der
aufgelisteten Ergebnisse.
Beispiel:
PBNKDEFF ist der BIC meiner Postbank -> ich erhalte 19 gültige
Ergebnisse -> in Deutschland ist der Branchcode in der Bankleitzahl
enthalten, er muß also nicht über den BIC angegeben werden.
BROMIT ist die BIC-Angabe einer italienischen Firma -> ich erhalte 1071
ungültige Ergebnisse -> IT ist der Ländercode, es fehlt somit noch das
Ortskürzel. Außerdem verwendet Italien einen Branchcode mit 5 Nummern,
der ebenfalls fehlt.
Auf den Überweisung sind für BIC und IBAN eigene Felder vorgesehen.
Tragen Sie die Werte nur dort ein! Mit BIC und IBAN kann ein Konto
eindeutig bestimmt werden - wie im Inland über die Bankleitzahl und
Kontonummer.
Wie lange dauert eine
EU-Standardüberweisung?
Das Überweisungsgesetz fordert, daß solche Überweisungen (Auftrag und
Überweisungsbetrag), sofern nichts anderes vereinbart wurde, längstens 5
Bank-Arbeitstage nach dem Tag der Annahme des Überweisungsauftrages bei
der Bank des Begünstigten eingegangen sein müssen. Die Überweisungsfrist
beginnt am Bankarbeitstag nach der Annahme des vollständigen Auftrages.
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